Ich bin mit dem Skilift vor der Haustüre in Rickenbach oberhalb von Schwyz aufgewachsen.
Eher bescheiden startete ich mit 4 Jahren meine ersten Gehversuche im Mythen-Skigebiet und mit 7 jährig habe ich dann das erste Kinderskirennen gewonnen. Für den Skisport habe ich schon damals enorm viel Freude und Enthusiasmus empfunden und ich wollte immer Ski-Rennfahrer werden. Vor allem die Königsdisziplin Abfahrt faszinierte mich von Anfang an, dies war immer mein Bubentraum.
So eiferte ich motiviert meinen Vorbildern nach und verfolgte wenn möglich jedes Skiweltcuprennen im Fernsehen.
Zum Skifahren trafen wir uns wenn möglich jeden Mittwochnachmittag, an den Wochenenden und natürlich in den Ferien. Schlechtes Wetter oder schwierig präparierte Skipisten konnten uns nicht hindern, pünktlich beim Skilift zu sein, um so die Renngruppen Kollegen vom Skiclub Schwyz zu treffen. Dann wurde mit viel Spass und Ehrgeiz durchgefahren, das Mittagessen hatte selten bis gar keine Zeit. Ohne grosse Infrastrukturen lebten wir damals nach heutigen Erkenntnissen auch das Freestyle Skifahren mit Sprüngen, Saltos usw. tagelang aus. Ja, diese Gemeinschaft miteinander Sport zu betreiben, ist ja auch der Sinn und Zweck der Ski-Clubs, die nach wie vor die wichtige Grundarbeit leisten.
Ich hatte das Glück, dass ich mich schon früh innerhalb des Skiclub-Schwyz, gegen Ältere und Bessere, Stärkere durchzusetzen und behaupten musste. So war ich immer gefordert, ja diese für mich gute Konstellation hat mir den schwierigen Weg aufgezeigt, aber zugleich geholfen, vorbereitet den Spitzensport zu betreiben.